Mühle. 5H
wirken; woher denn auch die Nothwendigkeit, sol-chen mit zur Mühle zu schicken, entstanden ist.
Um wegen des UcbergewichtS oder Ueberma-ßes keine Weitläufigkeiten zu haben, lassen diemehresten Brauer ihr Malz, welches sie zur Müh-le schicken, mit Tubben einmeffen, so daß sie esziemlich genau treffen können, um nicht gar zuviel zurück zu nehmen, noch nachzuschicken nöthigzu haben. Da nun diese Tubben nicht alle vongleicher Größe sind, so muß ein jeder zuvor wohluntersuchen, wie viel seine in der Haushaltunghabenden Tubben an Scheffelzahl halten; hernachuntersucht er, ob sein Weißen- oder Gerstenmalzvon gutem oder schlechtem Weißen, das Gersten-nialz aber, ob es von schwerer oder leichter Gerstesey. Nach dieser gehörigen Prüfung und genauerBeobachtung mißt er die Quantität, welche er zurMühle schicken will, mit seinen Tubben ab. Z.B. er hat Gerstenmalz von guter und schwererGerste, und seine Tubbe hält g Scheffel, so kanner, wenn er ein halbes Gebräude Malz, welchesZL Scheffel hält, mit n Tubben, welche alsdennZg Scheffel betragen, richtig und ordentlich aus-kommen. Macht er diesen Versuch aber zum er-stenmahl und er findet, daß das Malz entweder zuschwer oder zu leicht in der Mühle gewogen hat,sa kann er beym künftigen Abmessen desselben ent-weder so viel als übrig gewesen, fehlen lassen, oderso viel als laut des Wagezettels gefehlet hat, nochmehr hinzuthun, so wird er viele sonst sich ereig-nende Unbequemlichkeiten dadurch vermeiden; nurmuß er genau im Abmessen durch die Knechte Ver-fahren lassen. —
Wie hoch nun eine bestimmte Scheffelzahl Weit-zenmalz auf der Mühle am Gewichte gerechnetwird, Und welchen Abgang Man gestattet- ergiebt
sich