Band 
Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
Seite
510
JPEG-Download
 

zlO Mühle.

Erde neben dem Kasten liegt, welches alsdann Noth-rvendigerweise mit den Füßen, besonders bey nas-sem Wetter, verschleppet wird. — Auch eilt bis-weilen ein solcher liederlicher Knecht, von der Müh-le weg, um für sich noch etwas Zeit zu gewinnen,und sagt dem folgenden zum Abwälzen bestelltenKnecht, daß er nur aufschütten könne, ohnerachretöfters noch zo bis 40 Pfund im Rumpfe find.Wenn also dieser Folgende sein Malz dazu schüt-tet, so muß er ohnfehlbar diese vor dem Vorher-gehenden zurückgelassene zo oder 40 Pfund bey sei-nem Malze mehr haben. Anderer vorsätzlicherVeruntreuungen der Knechte aN dem Eigenthumihrer Herren nicht zu gedenken.

Es ereignet sich auch oft der Fall, daß dieKnechte das Malz zu stark annetzen; da nun dieseüberflüssige Feuchtigkeit und Nässe- die bey derEinwage mit gewogen wird, beym Abwälzen aberzutn Theil wieder verdunstet- so verursacht sie als-dann bey der Aus- oder Zurückwage einen Ab-gang, der aber- wenn es genau Untersuchet wor-den- unmöglich wieder hergestellet werden kann.

Vorn weiyenmälze und Hafer, zum V)eiß-bierbrauen.

Einem jeden Weißbierbrauer ist schon seit Un-denklichen Jahren verstattet worden, bey einem gan-zen Gebräude Malz (welches 24 Schfl. sind) ei-nen Sack Hafer mit zur Mühle zU schicke« undmit dem übrigen Weitzenmalz abmalzen zu laßemFolglich versteht es sich von selbst- daß diese Quan-tität Hafer nach der Proportion des Malzes ein-gerichtet werden muß. — Dieser Hafer sou, der.»«gemeinen Sage nach von sachverständigen MäMNerm die Klarheit des Weißbiers hauptsächlich der

Kurten f