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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Münchner Geschenk.

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halten, daß zu einem Urkund derselben Gnade undZollfreyhelt alle Jahre der erste Bürger von Nürn-berg, der nach St. MichäliStag nach München,und wiederum der erste Bürger von München, derden St. Michälistag bis gegen Nürnberg käme,ein jeder an seinem Ort d?m Zöllner allda zu ei-nem Geschenk geben sollte r Pfund Pfeffer und 2Paar weiße Handschuhe und l weißes Stäbchen,und dieß soll so lange fortgesetzt werden, bis beydeStädte sich der Zeit halben dahin verglichen ha-ben, daß, weil gemeiniglich eine Zeitlang vor Ja-cobi einige Münchner Kafleute ihrer Verrichtungenwegen nach. Nürnberg, auf Jacobi aber die nürn-berger Kaufleute dey Markts wegen nach Mün-chen zu reisen pflegen, die ZollfrevheitSgeschenkealso an jedem Orte durch einen verbürgmen Kauf-mann um selbige Zeit überliefert werden, da dannauch , solche Ueberlieferung in Ansehung des schö-nen Vortheils der ZoÜfrepheit zu einer öffentlichenCeremonie geworden ist, weiche nur zu Nürnbergauf folgende Art beobachtet wird.

Nachdem den allda sich befindenden MünchnerBürgern, oder, wenn keiner vorhanden ist, demje-nigen, der sonst solches zu verrichten von Mün-chen aus ersucht worden ist, auf sein im löblichenZollamt geschehenes Anfragen, der eigentliche Tagdieser Handlung bestimmt worden, berichtet dießder Münchner Commissar dem löblichen Handels-plätze und läßt vornähinltch das Bancocollegiumnebst den nach München.negociirenden Handelsleu-ten zur Begleitung des Präsent» einladen. Dieseverfügen sich dann in dessen Behausung, oder wo-hin er r» sonst verordnet hat, Vormittags um ioUhr und nehmen da ein Frühstück ein, bey wel-chem aber nicht verabsäumet werden darf, der Bür-germeister und des Rath» der Stadt Nürnberg,

und