Münchner Geschenk. 699
«nd der Bürgermeister und des Raths der StadtMünchen, Gesundheit zu trinken. Hernach wird«m 12 Uhr, als um welche Zeit dir in der Waa-ge versarumelten Herren ihre 'Anwesenheit berichtenlassen, der Aufbmch gemacht, und mit dem Gangefolgende Ordnung gehalten; l) die 5 Stadtpfeifermit ihren Instrumenten in gewöhnlicher Kleidung;2) der Bothschafter, das Geschenk tragend, wrl-ches in einem hölzernen Becher bestehet, worini Pfund Pfeffer, in welchem ein kleines, weißes,gedrechseltes Stäbchen gesteckt ist, auf deur 2 weißeHandschuhe nach uralter Art hangen; z ) der StadtMünchen Commiffar, begleitet von hen 2 vornähm-sten der anwesenden Gesellschaft; und dann 4), dieübrigen beywohnenden Kaufleute, welche aus einerAnzahl Glieder bestehen/ und je z und z in einerReihe gehen. Mit diesem Zuge geht man überden sogenannten Hrrrenmarkt um eben hie Zeit,da die Kaufleute versammelt sind^-, durch .welcheman die Waagegasse hin, in die uttM,,Wage ge-het, allwo in der Amtsstube die gesammtes 4 Zoll-rind Wagebeamten sich befinden, wo dann der Com-miffär dem Bothschafter das Geschenk abnimmt,und es dem Oberzollamtmann übergiebt. Diesemstattet jener in einer kleinen Rede von Bürgermei-ster und Räch in München, an Bürgermeisterund Rath in Nürnberg freundliche Begrüßung ab,und vermeldet, daß seine Prinzipalen verordnethaben, das jährliche Präsent, wegen wohl herge-brachter Zollfreyheit einzuliefern, welches nun hier-mit erfolge, und zwar in diesem Absehen, daß er-«neldete Zollfreyhrit hierdurch wiederum auf Jahr«vd Tag konflrmirt und bestätiget seyn solle, derHerr Oberzollamtmann werde nun dieß anzuneh-men, an gehörigen Orten zu referiren, beym löbli-chen Zollammte aber zu notiren belieben w. Die-se