Mundleim.
einen Rand herum, reibt die ganze Oberfläche die-ser Form mit ein wenig Leinwand, welche mit gu-tem Baumöhl recht durchzogen ist, so daß dieForm dadurch wohl angefeuchtet wird; und nach-dem man sie horizontal gesetzt hat, gießt man denganzen Leim darauf, ohne daß man ihn erst rechtkochen läßt. Aus dieier Form läßt man ihn 4 bisA Tage, und noch länger, stehen, damit er so festwerde, daß man ihn abnehmen kann, ohne ihn zuzerreißen. Er wird alsdenn ungefähr z Liniendick seyn.
Wenn es nun Zeit ist, so wird diese großeLeimplatte abgenommen, auf eine vierfach zusam-men gelegte Serviette, welche auf renem Tische liegt,gelegt, sodann mit einer andern, gleichfalls vierfachzusammen gelegten Serviette bedeckt, und alles miteinem Brcte, oder mit eben dieser Form brlchwert.Diese leinenen Tücher nehmen fürs erste alles Oehl,das noch etwa an dem Leime hangen könnte, weg,und ziehen hauptsächlich alle Feuchtigkeiten an sich.Einige Stunden darauf wird diese obere Serviettebeym Feuer wohl abgetrocknet, auf den Tisch, undder Leim darauf gelegt; alsdann wird der Leimmit der andern, gleichfalls wohl abgetrockneten,Servlette zugedeckt, und alles, wie das erste Mahl,mit einem Brete beschwert. Diese Operation wie-derhohlet man 14 Tage hinter einander, täglich zbis 4 mahl, bis der Leim endlich so fest gewordenist, daß man ihn auf die Seite setzen kann, ohnedaß er sich biegt; er darf aber nicht so hart seyn,daß er nicht zerbricht. Es ist hier anzumerken,daß man diesem Leim nach Belieben eine Dickegeben kann, wenn man ihn mehr oder wenigerbeschwert. Wenn man ihn sehr beschwert, so wirder dünner, weil er sich nicht zurück ziehen kann.Wenn man ihn wenig beschwert, so wird er an-der