Mundleim.
haben, so darf man nur ein Dccoct aus Fernam-buk nrit Alaun bereitet, oder jede beliebige Farbe,im Anfange der Bereitung zusetzen. Diesen Leimkann mau durch Speichel anfeuchten, und geschwindPapier oder Elfenbein anhefte».
Gebrauch desselben. Man macht damitden Anfang, daß man den Rand der beyden Bo-gen Papier, die man zusammen leimen will, rechtgerade und sauber abschneidet, welche« vermittelsteines Lineals und eines gewöhnlichen Federmessersgeschehen kann. Diese beyden Ränder legt manso auf einander, daß sse ungefähr eine oder zweyLinien über einander gehen. Wenn das Papiersehr stark und groß ist, so befestigt man diese bey-den Bogen, indem man auf jeden ein Lineal, undan jedem Ende ein Gewicht darauf legt. Manmuß darauf sehen, daß die Ränder dieser beydenBlätter, in der ganzen Länge der Zusammensetzung,gleich auf einander liegen. Man zeichnet daheran jeden» Ende einen Punct mit dem Zirkel, schnei-det mit einem Federmesser, und an einem Linealherab, einige Streifen von ander« Papier, wovonman einen auf den untern Bogen, der Länge nach,an dem Rande des obern Bogens hinlegt.
Wenn alles fertig ist, so nimmt man ein Tä-felchen Mundleim, macht das Ende, indem manes zerschneidet, entweder mit einem Messer, odermit einer groben Feile dünne; steckt diese« Endein den Mund, hält es mit den Zähnen, damit esfest bleibe und nicht heraus falle; und wenn man,nachdem man es also z oder 4 Minuten im Mun-de gehalten hat, verspüret, daß der Speichel, derden Leim berührt, klebrig und dick geworden ist, sonimmt man diesen Mundleim, und fähr: damitunter dem Rande des obern Bogens Papier hin,fndem man diesen Leim von der Linken zur Rech-ten,