Mundlüm.
Schneide des Federmessers, indem man den Randdes Papiers beschneidet, unten eine kleine Schärfe,und unmerkliche Verunstaltung daran verursacht,die man, damit in der Zusaminensngung desto we-niger daran zu sehen sey, und die Zusammeiifagungsauberer ausfalle, wegzubringen suchen muß, wel-ches durch Austragung des Leims auf der Seite,wo die Schärfe ist, die solchergestalt gerade gemachtwird, geschieht.
z) Die Ursache, weswegen man auf denRand des obern Bogens, der Länge nach, einenPapierstreisen legt, ist, daß selbiger, wenn man denMundleim zwischen den beyden Bögen anlegt, ver-hindere, daß der unrere Bogen nicht beschmutzetwerde; welches nicht zu vermeiden wäre, wen»man den Rand des untern Bogens nicht mit die-sem Streifen bedeckte.
4) Man muß sich in Acht nehmen, daß manden Mundleim nicht zu weil in den Rand derbeyden Bögen hinein anlegt, damit nicht der un-tere besieckr werde. Einige legen daher in der gan-zen Länge der Zusammeufügung einen Paprerstrei«fen unter, welches das beste ist.
Z) Man muß, sobald man ein Stück geleimthat, die beyden Papierbögen ein wenig umwenden,weil es zuweilen, wenn man den Leim an beydenRändern der beyden Bögen etwas zu weit ange-legt hat, geschiehet, daß sie sich auf dem Tisch, oderauf dem untern Papierstreisen anleimen.
6) Es gibt so geschickte Zeichner, die denbeyden Rändern der Papier bögen, die sie zusam-men leimen sollen, die Hälfte ihrer Dicke beneh-men können. Sie thun zu dem Ende zwey Li-nien von dem schon geschnittenen Rande, an einemLiiual herab, einen Zug mit dem Federmesser, wo-mit sie nur die Hälfte der Dicke des Papiers hin-ein