Mündling. Mundloch. 73z
ein fahren, darauf ziehen sie in der Dicke des Pa-piers einen kleinen Streifen ab, und machen da-durch gleichsam eine Leiste. Wenn sie an demRande des andern Bogens eben diese Operationengemacht haben, so legen und leimen sie diese bey-den Leisten auf einander. Dadurch wird die Zu-sammensügung desto sauberer, und ist nicht dicker,als der übrige Theil des Papiers. Allein dieseskann nur mit starkem Papiere bewerkstelligetwerden.
7) Man darf den Rand eines TäfelchenSvom Mundleime nur das ersiemahl scharfen, wennman dasselbe zum Leimen gebrauchet; hernach erhältsich die Sckärfe beständig von selbst.
8) Sobald man ein Stück zwischen den Bo-gen geleimec hat, nimnu man den Leim wieder inden Mund, wo er unterdessen zubereitet wild, da-mit man das folgende Stück leimen kaum Mandarf ihn nur sodann, wenn man zu leimen an-fängt, einige Minuten im Munde behalten; daraufist er immerfort, ohne Aufenthalt, brauchbar.
9) Man muß mit den Papier-streifen ver-schiedenemal Aenderungen treffen, so wie sie fleckigtoder feucht werden, damit man desto sauberer lei-men könne.
10) Es ist zu beobachten, daß man an denLeim, wenn man ihn aus dem Munde nimmt,keinen Speichel bringen darf; man würde sonstdadurch die Zusammenfügung beschmutzen.
S. Iacobsson's technolog. Wörterbuch. lV Th.
S. bor—üoz.
Mündling, der, s. Mündel.
Mundloch, im gemeinen Leben, der Mund IM figür-lichen Verstände, die Oeffnung eines hohlen Rau-mes, wodurch man zu demselben gelangt; in deranständigerm Sprechart die Mündung. Das
Mund-