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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mundstück,

Ein gekröpftes Mundstück, ist ein Mund,stück an ver Reitstange, dessen Mine erhaben ge,wunden oder gekröpft ist. Wenn diese Mundstückeunten bey den Laden abgeschliffen, und oben höhersind, und die dicken Theile weiter von einander sie,hen§ so heißen sie auch Galgenmundstücke.

Ein hohles Mundstück, ist ein Mundstückgn einer Reitstange, welches deshalb ausgehöhltwird, damit es dem Pferde nicht beschwerlich falle,weil es ziemlich stark ist. Der Sporer schmiedetzu diesem Mundstück ein plattes Stück Eisen, undgiebt ihm die gehörige zugespitzte Gestalt, la^t abergn der Spitze ein stärkeres Stück zu einem Lochoder Gewinde stehen. Er legt das ausgeschmirdeteBlech auf die Aushöhlung des Aappenstempels,setzt den runden Kopf des obern Theils des Senk-hammerg auf das Blech und schlägt mit einemHammer auf das entgegen gesetzte Ende des letz-lern. Das Blech wird hierdurch in die Aushöh-lung getrieben und gekrümmt. Nun muß diesesBlech aber auch «och kegelartig gebogen werden,deswegen legt er es in den runden Einschnitt aufder Bahn des Ambosses, und rollt es hierin Mitdem Hammer zusammen, daß die langen Ecken ge-nau über einander stoßen. Aus dem stehen ge-bliebenen Stück an der Spitze jeder Hälfte machter entweder mit einem Dorn einen Ring, oder erschmiedet es zu einem Zapfen aus. Da jede Hälf-te des Mundstücks bey dem Schmieden eine grö-ßere Länge erhält, als eine fertige Stange ist, sowird mit dem Ueberschuß, der in der Folge derKopf heißt, jede Hälfte des Mundstücks in einemMundstückloch befestiget. Hierzu wird von demKopf jeder Hälfte so viel abgemessen, als um dieSeite des Mundstücklochs geleget werden soll, undmit einer Feile bezeichnet. Alsdenn hauet der

Sporer