Münze, eine Pflanzengatturig. 77z
schmack, alsdann eine merkliche Wärme im Mundeund Halse, auf die eine angenehme Kälte folgt; esriecht angenehm stark und durchdringend. Die ge-dörrte Pflanze hat diese Merkmahle stärker als diefrische. In Deutschland wenigstens zieht man siedeswegen, doch nur bloß, um das Waffer von ihrzu destilliren. Wenn dieß Wasser aus der gedörrtenund gehörig zeitigen Pflanze bereitet und cohodirtworden, und wohl verwahrt wird,: so setzt, es nacheinem Jahre Zasern und weiße glänzende Fäden ab,die in ihrem Geschmacke, Gerüche, Flüchtigkeit, wennsie ans Feuer gebracht, und Zerreidlichkcit dem wah-ren Kampfer ähnlich sind, welches durch die Subli-mation noch mehr bestätiget wird; denn sie habenbey derselben Krystalle gebildet, die dem wahrenKampfer höchst ähnlich gewesen sind *).
Zubereitungen aus dieser Münze sind beson-ders das destillirre pfeffermänzwasser, einfachesPfeffermänzwasser. Es ist besser dasselbe aus dengedörrten, als aus den frischen Blättern zu destil-liren. Es riecht wie die Pflanze, und hat einenähnkichen scharfen, heißen, kampferartigen Geschmack.Schluckt man es nieder, so bemerkt man dieselbeEmpfindung im Magen, worauf eine Kältefolgt, die den ganzen Körper auf eine angenehmeWeise erquickt. Es verdient also dieß Wasserdem, aus der krausen Münze, vorgezogen zuwerden.
Das geistige pfeffermänzwasser ist nichtso kräftig, als das einfache Pfeffermänzwasser.
Auch hat man noch ein destillirres pfesscr-münzöhl. Dieses ist häufig in dem Kraute ent-halten; es sieht gelbgrän aus, durch die Länge derZeit wird es dunkler, schmeckt heiß wie das Kraut,und riecht stark. Man darf es daher innerlichnur zu einem oder einigen Tropfen reichen.
Ccc z Nach-
*) ^üvcrlzr. vsr. srgum. p. 99. bjcs.