U-4 Paptermücherordnuug.
spiel der Holländer hierin sollten folgen können?Würde es nicht besser seyn, wenn der Büttge-sell täglich nur vier oder fünf Rieß gutes Pa-pier machte, anstatt daß er zehn bis zwölf Rießverfertiget, das fehlerhaft ist?
Der Gautscher kann aus Mangel der Auf-merksamkeit, oder der Erfahrung, viele Fehlerür dem Papier veranlassen, wenn ihm auch derBüttgesell mit allem Fleiß und Vorsichtigkeitvorarbeitet.
Der Gautscher muß seine Form langsamniederlegen, und geschwind aufheben. Jedesmahl,wenn er die Form auf das Abtropfebrett stellt,muß er seine Hand hinter sich abschütteln. Ohnediese Vorsicht tröpfeln seine nassen Finger auf denschon gelegten Bogen ab, und verursachen da-selbst einen Waffertropfen, wenn er den Bogenmit dem Filze bedeckt, welches unangenehme Flek-kcn im Papier macht.
Legt der Gautscher den Bogen zu geschwindenieder: so verursacht die zurückgehaltene und zu-sammengepreßte Luft Aufblähungen, oder Bla«sen und durchsichtigere Stellen an einem Orteals an dem andern, welche die Franzosen lVlu-Isttes, Sackpfcipfen, die Deutschen aber Brillennennen; und selbige verunstalten das Papier.
Läßt der Gautscher die Form, indem er sieauf den Filz legt, auf dem Filze abglitschen: sowird der Papicrbogen auf eine gewisse Seiteungleich ge zerret, oder er zerreißt. Legt er denPapierbogen zu stark auf, dergestalt, daß dasWasser des Filzes in den darauf gelegten Bo-gen dringt, so macht er das Papier wasserschad-haft. Er macht auch übel gerändete oder aus-gezackte Bogen, wenn er entweder die Finger dar«auf stützet, oder den Filz nicht ordentlich ausbreitet.