Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Papparbeit. 261

vorzüglich). Man nimmt eine Quantität Stärke,thut sie in einen gut glasirten irdenen Topf,gießt etwas kaltes Wasser darauf, und rührt eSmit einem hölzernen Spatel oder mit einem Quirlso lange um, bis die Starke zu einer dicklichtenMich zerweicht ist. Nächst dem muß mankochendes Wasser in Bereitschaft haben, welchesman sogleich unter beständigem Umrühren undQuirlen zugießt. Ist das Wasser vollkommensiedend heiß, so quillt die Starke sogleich aufund man braucht sie nicht weiter zu kochen, waraber das Wasser nicht heiß genug, so sehe manden Topf noch einige Minuten lang anS Feuer,doch immer unter fortgesetztem Umrühren, dennwenn man dieses unterläßt, so wird der Kleisterklhmprig oder klößig, welches kein geringer Feh-ler ist. Ist er zu dick gerathen, so vermischtman ihn so lange mir Wasser — ob mit kal-tem oder warmen ist gleichviel — bis er die ge-hörige Konsistenz erhalt. Diese Konsistenz muß,wenn der Kleister noch warm ist, fast ein Mit-telzustand zwischen Flüssigkeit und Festigkeit seyn,so daß man den Stärkenbrey noch ziemlich leichtheraus gießen könnte. Nach dem Erkalten wirder allemahl fester, und erhalt dann, nach obigerVoraussetzung, diejenige Konsistenz, welche zumGebrauch die beste ist. Das beste Verhältnißder Quantitäten des Wassers und der Stärkelernt man bald nach dem Augenmaaße bestimmen.

Den noch heißen Kleister vermischt man,um ihm mehr Kraft zu geben, mit ein wenigaufgelößten Leims, oder ^ noch besser Hausenbkase,und um ihn langer vor der Faulniß zu eonser-viren, thut man ein wenig pulverisirten Alaunhinzu, welches aber ebenfalls, wenn der Kleisternoch heiß ist, nach und nach und bey öftermUmrühren geschehen muß.

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