Papparbeit. 269
lindrischen Arbeiten durch Biegen mehr Run-/düng zu geben; vorzüglich hat man dieses beygroßen Stücken zu beobachten und überhauptbey solchen, die arzs freyer Hand (ohne Form)gemacht sind.
Wenn nun die überzogene Arbeit hinläng-lich trocken ist, so wird sie mit dem Po.irholzenoch einmal recht nachdrücklich polirt, theils umdie Oberfläche zu glatten, theils auch um dieArbeit noch mehr zu runden.
Man legt übrigens die überzogenen Stücke,besonders die Deckel, zum Trocknen jedesmal aufdie auswendige Seite, wodurch mau verhütet,daß sich die Böden nicht auf der auswendigenSeite einziehen oder concav werden, welches sehrübel aussieht. Zu dieser Absicht polirt man sieauch nach dem Trocknen auf der inwendigenSeite jedesmal starker, denn es sieht allemal bes-ser aus, wenn die Böden der Deckel auf derauswendigen Seite ein wenig erhaben (convex) sind,als wenn sie die entgegengesetzte Beschaffenheithaben.
Man hüte sich die Dosen oder sonstigen cy-lindrischen oder eyförnngen Arbeiten eher mit demDeckel zu schließen, als bis sie genugsam trocken sind,denn sonst verschiebt sich und zerreißt inwendigdas noch feuchte Papier, und die Arbeit verdirbt.
Sollte sich nach dem Trocknen der Deckelzu sehr zusammengezogen haben und daher nichtmehr passen, so muß man ihn ausweiten, wel-ches auf zweyerley Art geschehen kann. Hatman nähmlich eine Walze zum Deckel, so um-windet man sie mit Papier, drangt sie hineinund polirt den Deckel darüber; im entgegengesetz-ten Falle biegt man mit den Fingern an meh-reren Stellen zugleich die Seitenwände so lange
aus-