Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
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274 Papparbeit.

c. Mit Falz.

Soll das viereckige Kästchen einen Falz be-kommen, so schneidet man vier Streifen von derLange der Seiten, doch um so viel schmaler, alsder Falz breit werden soll. Diese Streifen wer-den auswendig, noch ehe die Seiten mit einan-der verbunden sind, auf dieselben geleimt, undzwar so, daß die lange Kante der Streifen mitder untern Kante der Seiten genau zusammen-fällt. Der Leim muß hierzu etwas stark seyn,und schnell aufgetragen werden, damit er nichtwährend des Streichens gerinne. Man streichtauf dem aufgelegten Stücke mit der Hand solange hin und wieder, bis man merkt, das derLeim anzieht, worauf man das Stück mit pro«portionirtem Gewichte beschwert. Eben so wirdnun auch beym Aufleimen der drey übrigen Stük-ke verfahren, und zuleht das ganze mit einemglatten und ebenen Bretchen und darauf geleg-tem Gewichte beschwert, bis es trocken ist.

Man hat aber bey dieser Verfahrungsart,wenn die Arbeit gut gerathen soll, viele Akkura-teste und Aufmerksamkeit zu beobachten, d. h.die Seiten des Kästchens sowohl, als die daraufzu leimenden Streifen müssen beyde unter sichüberall vollkommen einerley Breite haben, undlehtere müssen sehr sorgfältig aufgeleimt werden;denn sollte der eine Streif etwas höher, als derandere zu liegen kommen, so würde nach derVollendung des Kästchens der Deckel nicht genauan den Falz anschließen können, welches in meh-rerer Rücksicht kein geringer Fehler ist.

Sind die Ecken des Kästchens, welchem man«inen Falz geben will, scharf, so müssen alle vierStreifen um die doppelte Pappenstärke längergeschnitten werden, als die Seiten des Kästchens,

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