Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
283
JPEG-Download
 

Papparbeit.

28z

Falzes verschließen, in welchem Falle man keinHäkchen nöthig hat. Die Verfahrungsart beyVerfertigung des Scharniers ist übrigens fastganz die vorhin beschriebene, die wenigen Abän-derungen, die etwa dabey vorkommen, wird manleicht selbst finden.

Bey ganz flachen Deckeln endlich, welcheman gar nicht .zu verschließen pflegt, brauchtman am wenigsten umständlich zu Werke zu ge-hen. An derjenigen Seite des Deckels nähm-lich , welche durch ein Scharnier mit dem Käst-chen verbunden werden soll, läßt man beym Uc-berziehn das Papier um einen halben Zoll breithervorragen. Ist nun der Deckel trocken, solegt man ihn in der gehörigen Lage auf dasKästchen, nachdem man zuvor den hervorragen-den Theil des Papieres mit Kleister bestrichen,den man dann an die Seite des Kästchens überwelcher er hervorragt, anstreicht. — Ein solchesScharnier, wenn es gleich das einfachste undleichteste ist, hält doch eine beträchtliche Zeit, be-sonders, wenn das Papier nicht allzu schwachist. Wollte man es dauerhafter haben, so dürfteman sich nur statt des Papiers, eines StreifesTastet von der Farbe des Deckels bedienen.

Ueberhaupt ist noch zu merken, daß dieScharniere jedesmahl erst nach dem Ucberziehender Arbeit verfertigt werden mästen, weil mansich im entgegengesetzten Falle das Ueberziehnsehr erschweren würde. Es wird daher nöthigseyn, sogleich

Einige Regeln beym Ueberziehen eckigerArbeiten.

zu geben.

Wenn man ein eckiges Kästchen überziehenwill, so kann es entweder vor oder nach der

Ver