282 Papparbeit.
und verbunden. Zuletzt leimt man über die aufsolche Art verbundenen Ränder einen StreifTastet oder feine Leinewand, und laßt es bey«»verrückter Lage des Kästchens trocknen, so ist al-les fertig, was zu einem solchen Scharniere gehört.
Um nun das Kästchen auf irgend eine Artverschließen zu können, bohrt man z. B. in derMitte der dem Scharnier entgegengesetzten Seitedes Kästchens, mit einer runden starken Pfriemeein Loch, in welches man einen kleinen hölzer-nen Knopf mit einem cylindrischen Zapfen einsetzt.Dieser Knopf soll denn ein aus Draht verfertig-tes Häkchen, welches an dem einen Ende in ei-nen Ring umgebogen ist, in welchen der Zapfendes Knopfs paßt, festhalten. Gerade über die-sem Knopfe wird in den Deckel eine kleine vier-eckige Holzscheibe von einigen Linien ins Gevierte,eingesetzt. Die Ecken dieses Scheibchens machtman stumpf und in dessen Mitte wird ein Lochvon erforderlicher Größe gebohrt, welches dazudient, um das erwähnte Häkchen darin einzu-hängen. Den Knopf und das durchbohrte Scheu-chen macht man zuerst, und setzt beydes einst-weilen ein, doch ohne es zu leimen, sodann ver-fertigt man erst das Häkchen, damit man dessenLänge nach der Distanz des Knopfes von derScheibe gehörig abmessen könne. Ist das Häk-chen fertig und zu Folge einer Probe richtig be-funden worden, so wird nun auch die dazu ge-hörige beschriebene Vorrichtung eingeleimt, undmit einer paffenden Farbe bestrichen, welches letz-tere aber, nähmlich das Einleimen und Anstrei-chen erst dann geschehen muß, wenn das Käst-chen überzogen ist.
- Außerdem kann man auch ein solches Käst-chen- mit dem Scharnierdeckel vermittelst eines
Falzes