^04 Papparbeit.
Linien schneidet man erst mit dem Messer, dieZirkellinien mit dem Schncidezirkel ganz flachein, seht sodann den Meissel in die Spur, undhauet, vermittelst eines hölzernen Schlägels oderHammers, thcilweise von einem Ende der Liniebis zum andern durch. Um kleinere Locher aus-zuhallen, bedient man sich der Meissel oder Stech-eisen mit ganz zirkelrunder Schärfe.
Z) Anwendung der Papparbeit auf Trans-parentmahlerey.
Unter dieser Anwendung ist die Kunst zuverstehen, Aufschriften und allerhand Verzierun-gen in die Pappe zu schneiden, die ausgeschnit-tenen Figuren auf der Hintern Seite mit Papierzu belegen lind dasselbe mit durchsichtigen Far-ben zu mahlen, welche nachher, von dahinter ge-stellten Lichtern erleuchret durchschimmern. —Diese Kunst hat zwar an sich bloß Belustigungzum Zweck, allein sie kann durch die Art desGebrauchs dessen ungeachtet nützlich werden, theilsin sofern, daß man sie beym Unterrichte in derPapparbeit als Mittel zur Aufmunterung an,wendet, theils auch in sofern, daß man dadurchder Jugend Veranlassung giebt, ihren Aelternoder Verwandten bey feyerlichcn Gelegenheitendurch solche Arbeiten, als einer Ehrenbezeugung,Freude zu machen.
Die Pappe welche man dazu anwendet, darfnicht stark seyn, weil sonst das Ausschneiden somannigfaltiger Figuren allzuviel Zeit lind Müheerfordern würde. Außerdem sind auch hier zurErleichterung der Arbeit, wie bey Verfertigungder Modelle, mancherley gerade und gekrümmte,größere und kleinere Meissel nöthig.
Statt