Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
336
JPEG-Download
 

zz6 Pappe.

keine Zapfenlöcher und Keile schwachen. Es giebtBaume, wo man zwölf Messer gebrauchet, vonwelchen vier fest angemacht sinv, und die Haupt-messer genannt werden.

Um diesen Baum bewegbar zu machen, brin-get man nach oben in einer schicklichen Entfer-nung, und in der Höhe des Pferdes, welchesdarunter gestellec werden soll, ein Stück HolzL von ohngefähr 6 Zoll im Viereck, gegen Z bis6 Fuß in der Lange daran an, wovon ein En-de durch ein Zapfenloch, worin man eö befesti-get, mitten durch den Baum ^ geht, das ande-re aber 4 bis z Fuß lang, außer dem Baume,nach Art eines Galgens hervorraget, und die-ses heißet der Flügel, oder der Arm der Mühle.Von seinem Ende gehen zwey andere Stücke >

Holz an von ohngefahr dritthalb Fuß lang ge-gen z bis 4 Zoll ins Gevierte, senkrecht herun- ^

ler, welche um i? Zoll von einander entfernt ^

sind. Sie müssen mit dem Flügel fest ringe- j

zapfet seyn, weil sie die ganze Stärke des Pfer- >

des, welches sie Umdrehen soll, ausstehen müssen.

Um das Pferd anzuspannen, ist nur einschlechtes Band nöthig, in dessen Bögen man >

durch ein kleines Loch zwey Knochen von Ham- >

melfäßen es hinein stecket, welche mit einem !

kleinen Ende eines Seiles an jedem Ende der I

beyden jeht beschriebenen Stücke hangen, derge- >

stalt, daß wenn man diese Kriechen ganz nachihrer Länge in ein Loch, welches nicht größer,als zu ihrem Durchgänge nöthig ist, hinein ge-steckt hat, und sie hernach wieder platt auf dieBöden legt, sie von sich selbst nicht mehr herausgehen können, und man hat keines andern Ge-spannes nöthig. So, wie das Pferd läuft, zie-het es den Baum vermittelst dieser Knochen, und