Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
346
JPEG-Download
 

Pappe.

?46

wieder aufhebt. Die Form läßt alle Materie,die sie trug, leicht fahren, und die Pappe oderdie beyden Pappen, welche die Form trug, blei-ben auf dem Tuchlappen. Diese beyden Pappensind durch einen kleinen Zwischeuraum von ein-ander abgesondert, welcher kleiner ist, als dieLeiste die ihn gebildet hatte, weil diese Materieplatt und in den ersten Augenblicken etwas aus-gedehnt wird, bis sie wohl von ihrem Wassergereinigt worden ist, dergestalt, daß wenn diesel-be ihre letzte Form durch die Presse erhalten hat,sie mehr als z Viertel von der auf der Formgehabten Dicke verloren hat, und der Zwischen-räum der beyden Pappen verschwindet so glück-lich, daß sie, so lange sie sich auf dem Tuchlap-pen befindet, nur einen einzigen auszumachenscheinen. Wenn diese erstere Form wieder auf-gehoben worden ist, so bringt der Arbeiter sieauf die Abtropfwanne, hernach nimmt er denRahmen über der zweyten hinweg, und paßt ihnvon neuem auf diese erstere an, taucht sie wie-der wie das andere Mahl ein, und legt sie aber;mahls ganz mit Materie angefüllt auf die Ab-tropfwanne. Da 2 bis Z Minuten zu dieserForm erfordert werden, um abzutropfen, so brei-tet der Arbeiter während der Zeit einen andernTuchlappen über die erste Pappe, welche fertiggeworden ist; er legt die zweyte Form darauf,er nimmt den Rahmen über der erster« weg,um ihn wieder auf diese zu legen, worauf erdie letztere eintaucht, und sie wieder auf die Ab-tropfwanne bringt. Dieses geschieht auf dieArt täglich abwechselnd, bis daß man fast dieganze Materie der Wcrkbütte verbraucht hat.

Der eben gelegte Bogen ist gemeiniglich 7bis 3 Linien dicke, allein diese weichliche Mate-