348 Pappe.
aber noch feuchte Pappe, wirft man die Formum, um dieser Pappe eine neue Lage zu geben,zu welchem Ende der Leger die schsn verfertig-ten und zu verdoppelnden Pappen bey sich hat,welche auf dem sogenannten Fußschemmel liegen.
Der Leger nimmt bey Umstürzung der Formseine Maaßregeln so, daß die neue Pappe dieandere in ihrer ganzen Ausdehnung ziemlich ge-nau bedecke, sodann legt er über die letzterewieder einen andern seine Pappe ebenfalls tra-genden Tuchlappen, und auf diese Pappe dieneue Pappe von der andern Form, und so be-ständig fort, bis er sie alle verdoppelt hat, eheer das Formbret oder die Form unter die Presseschiebt. Diese letztere Verrichtung geschieht miteinem eisernen Hebel, den man die Hebstangenennt. Die Anmerkung ist nicht unnütz, daßman, um der Geschwindigkeit der Arbeit, undder größern Leichtigkeit willen, wenn der Ar-beiter diese mit Pappe bedeckten Tuchlappen an-fassen will, um sie auf die Form zu tragen, denGebrauch hat, die zwey vordem Winkel, nähm-lich die ihm die nächsten sind, nach der Mittezu, umzubiegen; und weil diese Biegung nurschwach geschieht, und die Pappe nicht zerreißt,welche sich darunter aufrecht erhält, so ist es vielleichter, sie fortzutragen, als wenn man sie ganzausgedehnt in der Luft hielte.
Indem man solchergestalt die Pappe, einenach der andern, wieder ergreift und in dieHand nimmt, so trägt man Sorge, alle am mei-sten in die Augen fallenden Unreinigkeiten, welcheansehnliche Ungleichheiten darauf machen, hin-wegzunehmcn. Man kratzt sie bloß mit dem Na-gel aus, worauf man die Materie mit der Spitzedes Fingers wieder an dem Orte niederdrücket,