Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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2 . Pappel. Z87

Die Blätter stehen auf über zwey Zoll lan-gen, mit weißer Wolle bedeckten, runden Stie-len, sind fast herzförmig, stumpf zugespitzt, baldin fünf, bald in vier, bald in drey ungleiche undungleich stumpf gezahnte Einschnitte getheilt.Die größten Blätter sind über fünf Zoll lang,an sechs Zoll breit. Die obere Fläche ist dun-kelgrün, glänzend, die untere mit einer lchönen,silberfarbigen, fest sitzenden, dichten Wolle benei-det, mit der zugleich die jungen, sonst röthlichenZweige überzogen sind. Es laufen auf dieserunteren Fläche drey besonders merklich erhabeneAdern mit andern kleineren Sie,benästen hin, undbilden auf der obern vertiefte Striche. ImHerbste ist die obere gemeiniglich mir großenbraungelblichen beynahe rostfarbigen Flecken be-zeichnet.

Die Blumen kommen mit denen von derEspe oder Zitterpappel überein.

Die Rinde ist aschgrau und glatt. DasHolz an jungen Stämmen weiß, an alternbräunlich, an mittelmäßigen fest.

Durch sechs bis acht Fuß lange im Früh-jahre abgeschnittene und in feuchtes Erdreichfünfzehn Zoll rief gesteckte Zweige pflanzen sichdie weißen Pappeln leicht fort.

Sie gedeihen am besten in einem lockern,feuchten Boven und kommen selbst auf Höhengur fort, nicht aber in einem festen, rhonigenErdreiche.

Wegen dieser SÄmellwüchsigkeit, bey derdiese Art in zwanzig Zähren vollkommen als einhoher Baum aufwachsen kann, und in einem ihrangemessenen Grunde öfters jährlich bis aufneun Fuß in die Höhe schießt, verdient sie häu-siger angebaut zu werden. Die Bäume fallenBb 2 durch