Z88 2. Pappel.
durch das schöne Laub wohl ins Auge und zie-ren die Landstraßen besser, als alte Weiden,stamme.
Das Holz der alten Bäume, das wie dasNußholt eine braune Farbe hat, wird im Her-zogthum Brabanr, woselbst und in der GrafschaftFlandern sie zu Alleen an den Hauptstraßen häu-fig angepflanzt sind, zu Vertäftlungen der Zim-mer und Schranke angewendet. Das Stamm-holz nimmt dir schwarze Beihe gut an; aber esist nicht sonderlich fest, und wird unter dem Ho-bel nicht recht glatt. Die Wurzeln haben einmaseriges Holz, das zu Kästchen u. dgl., beson-ders mit gelbem Firniß überstrichen, vortreflichist. Die Kohlen sind schlecht *).
Bey jüngern Stammen gibt sonst die Wei-ße der aus ihnen geschnittenen Brcter ihnen beyvielen vor andern Hölzern den Vorzug, und mannimmt es gern zu Fußböden. Miller aber räth,diesen Gebrauch ab, weil es gar zu leicht Ein-drücke von Nageln und andern harten Körpernannimmt; zur Derrafclung der Zimmer empfiehlter es jedoch besonders, weil es sich weder wirftnoch reißt. Es werden auch daraus Gelten,Löffel und andere Geräthschaften verfertigt, undder starke Wuchs gibt in wenig Zähren Reben,stöcke und Hopfenstangen. Zu leichten Wagensollte das Pappelholz von vorzüglichem Nutzenseyn.
Die Blätter dienen zu einem guten Win,terfutter für Schafe und Ziegen. Die Bienenhohlen den Kleber der Knospen und den Be-ftuchcungsstaub der männlichen Blumen zu demVorwachse und zu dem Wachse. Die Rindeund Blätter sind zur Färberey empfohlen wor-den,
-) S. Schrank Dairrsche Flora, Td. r. S. «iss.