4V2
2. Pappel.
Eine gute Abbildung findet man auch nochb-y Ostssb^. lad. Z4.
Diese Art wächst in Pensylvanien, Virgi«nien und Carolina.
Die Blätter stehen Wechselsweise an denZweigen auf zwey Zoll langen, glatten Stielen;haben gemeiniglich die Größe einer guten Manns-hand, öfters fallen sie noch größer aus; findmehrentheils länglich-herzförmig, hellgrün, etwaszart, jedoch übertrifft ihre Dicke die Blätter dergemeinen schwarzen Pappel. Der Rand feingekerbt; mitten durch das Blatt läuft eine aufbeyden Flächen gleich hoch liegende hellrothe Ader,welche nach den Seiten ihre Nebenäste wrch-seisweise ausschickt. Die jungen Blatter sindmit kurzen wolligen Haaren beseht, welche sichbey dem zunehmenden Wucbs verlieren.
Die Zweige sind in ihrer Jugend hellroth,bey mehrerem Aller grün, die alten hellgrün.Ihr Trieb ist außerordentlich stark. Sie wach-sen beynahe viereckig, auch wohl fünfeckig, undwenn sie durchgeschnitten werden, so stellt dieMarkröhre einen Stern mit eben so vielen Ek-ken vor.
Die Blumen sollen nach Miller völlig de-' nen gleichen, welche auf den schwarzen Pappelngefunden werden.
Man kann sie durch Ausläufer und Schnitt«linge ohne viele Mühe vermehren, wenn daS" Holz daran nur gehörig reif und nicht erfroren ist.
Dieses Erfrieren der Zweige ist ein Haupt-übel unter unserm Himmelsstriche, und sie er-fordern einen bedeckten Stand, wenn sie dage-gen in etwas verwahrt seyn sollen.
Da sie sehr schnell aufwachsen, so gibtMiller zugleich die Bemerkung an, daß ihr
Stamm