Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Pappelbaumwolle.

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Ende des Brach,nonaths weiß überschneiet; einekleine Donauinsel bey Regensburg lieferte eineMenge von diesen Bäumen der Schwarzpappel,welche gern auf fettem und feuchtem Bodenwächst.

An den weiblichen Kätzchen dieser Pappelzeigen sich weißliche, holzartige Samenkapseln,welche in der Reifung in zwey Halbkugeln zer-springen, die den wolligen Samen aussäen, dendie Natur zu dem Ende mit einer zarten undweißen Baumwolle ausstattet.

Das Papier, welches man auf der Papier-mühle aus einigen Pfunden dieser gezupften Pap-pelwolle verfertigte, war schmutzigweiß oder grau,welk, ohne die gewöhnliche Emsigkeit, vollerKnoten, ungleich wegen der mitgestampften Sa-mengehäuse, aber im Anfühlen sanft, wie Sei-denpapier, und man konnte darauf drucken undschreiben, weil es nicht durchschlug. Der Pa-piermacher verlangte zwanzig Pfund zu einemVersuche, um dieselbe durch eine Kalkbeitze vor-zubereiten; doch es war bereits die Zeit zumEinsammeln verstrichen.

Nachher wurde eine Quantität Pappelwollenach Art der Schaafwolle gezupft, und mitFett eingeschmierc; doch sie nahm kein Fe;t an,und ballte sich zwischen den Fingern zu Klum-pen, und zerriß, als man sie zu spinnen anfing,ohne einen Faden zu geben.

Also strich man sie, wie die Baumwolle,mit Kartätschen, d. i, mit hakigen Drahtkäm-men; allein es wollte keine BlätterwoUe entste-hen, weil die Haare der Pappelwolle gar zu kurzsind, und sie ballte sich zu Klumpen im Stri-che, und konnte aus den Kämmen nicht in Oe-stalt der Blatte? gebracht werden.

Cc 5 Nun