Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Pappelbaumwolle. 411

Seidenwatte, die bloß gelblichweiß war, anstattdaß die gewöhnliche an sich weiß ist. Ungemischtwürde Pappelbaumwolle dazu nicht taugen, weilsie sich nicht zu Blattern streichen laßt. AlsKleiderfutterung pflegt man die Baumwolle vor-her in Kalklauge zu bethen, damit sie nicht inder Wasche Waschkleider gelb färben möge, unddiese Mischung von Pappelbaumwolle und dergriechischen Baumwolle hatte eben den Fehler,welcher verschwand, als man sie vor dem Unter-nähen in Kalkwasser beihte, und nachher wiederrein wusch und trocknete.

Nun kam man auch zu der Hutprobe;aber unsre gemischte Wolle versagte; man ver-mengte also einen Theil dänischer Schafwolleund einen Theil Hasenhaare damit; die Mi-schung gab unter den Handen des Hutmachersein kleines Probehütchen, an welchem die schwarzeFarbe ungleich vertheilt war, und die Festigkeitdes Filzes zu fehlen schien.

Endlich gab die gesponnene Pappelbaumwol-le Dochte, welche in Wachs- und Talglichternüberaus helle und sanft brannten, und an diesenEigenschaften alle Arten von Dochten zu über-treffen schienen.

Um bey den Papierversuchen die Zeit desStampfens abzukürzen, ließ Schäffer dieBaumwolle von der Schwarzpappel mittelst ei-nes Hackemessers klein schneiden, er übergab siehierauf der Stampfe, schöpfte sie nach z Stun-den, ohne allen Zusah, und bekam die schönstenPapierbogen i welche leicht von der Form tos-gingen, und sich ohne zu zerreißen aufhängen,leimen, pressen und ohne Schwierigkeit glättenließen. Ueberhaupt fehlte diesem Pappelpapierenichts an der Vollkommenheit, als die Weiße.