Parabolischer Spiegel. 427
lungen zur Physik und Naturg. I, B> 5- St.S. 584) gibt eine sehr umständliche Beschrei-bung seiner Methoden bey Verfertigung derMetallspiegel, und räth. den Spiegel auf denWetzsteinen anfangs genau sphärisch zu schleifen,und auf die Abänderung der Gestalt erst bemnPolircn zu denken. Er schlägt hierzu statt derSmithiscben eine eigne Methode vor, nach wel-cher der Spiegel die Politur zuerst in der Mit-te, oder um das', durch ihn gebohrte Loch herumzu erhalten anfangt; also auch au dieser' Stellemehr angegriffen wird und etwas mehr Krüm-mung erhalt, als an den übrigen. Inzwischenvermeidet er diese Wirkung dadurch, daß er diePolirscheibe ebenfalls in der Mitte durchlöchert,und gibt so dem Spiegel zuvörderst eine richtigesphärische Gestalt, deren Daseyn sich durch dasGefühl der Gleichförmigkeit bey der Bearbei-tung offenbaret,
Am Ende der ganzen Operation aber ver-stopft er das Loch in der Polirscheibe mit Kork,der nicht ganz bis an die Oberfläche reicht, rei-nigt diese Oberfläche mit einem feuchten Schwamm,seht den Spiegel, indem sie noch feucht ist, dar-auf, tragt mit dem Pinsel rund herum so vielWasser auf, als der hervorspringende Rand derScheibe fassen kann, gießt auch Wasser in dasLoch des Spiegels, und laßt dies alles 2 — zStunden stehn, um eine innige Berührung bey-der Flächen und völlig gleiche Warme zu erhalten.
Hierauf zieht er den Kork aus, laßt dasWasser ablaufen, und bewegt den Spiegel zu-erst gelinde und langsam in einem sehr kleinenKreise um den Mittelpunkt der Polirscheibe(welche Bewegung anfänglich etwas schwer geht),dann macht er allmählich Kreise von größer»;
Durch-