Parabolischer Spiegel.
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Durchmesser, und dreht dabey immer den Spie-gel um seine Axe: doch ohne wettern Druck, alsden das Gewicht des Spiegels gibt, den er ganzleicht zwischen den Fingern hält. So fährt eretwa zwey Minuten fort, verändert dabey im-mer seine Stellung gegen den Block, woraufdie Polirscheibe fest ist, und führt die Kreise mitimmer vergrößertem Durchmesser so weit, bisder Rand des Spiegels etwa ^ bis A Zoll überden Rand der Scheibe hinausgeht. Hierbeywird nun die stärkere Krümmung in der Mittedurch die anfänglich engen, und nachher immerweiter geöffneten Kreise des Streichens hervor-gebracht.
Wie man die Probe anstellen solle, ob die-se Spiegel parabolisch sind, darüber sagt Mud-ge folgendes:
Um die Gestalt des Spiegels zu untersuchen, istes am bequemsten, ihn in das Teleskop, für welcheser bestimmt ist, zu stellen. Ich brauche dabey dasInstrument als eine Art von Mikroskop, stelle aberdoch das Object so weit ab, daß die Strahlen bey-nahe parallel werden. Ich befestige z. B. in einerEntfernung von 20 Dards ein Papier aus einemUhrgehäuse, oder einen ähnlichen Gegenstand, aufweichem sich etwa ein Kupferstich mit feinen Strichenbefindet. Man muß nunmehr das Blei von derRückseite deS Spiegels abnehmen, welches am be-sten so geschehen kann, daß man die Schneide einesMessers da ansetzt, wo das Viel mit dem Metallverbunden ist, und ganz gelinde auf den Rücken des-selben schlügt, wodurch sich das Pech sogleich ab»trennt, und der Griff abfällt; das übrige Pech wirdmit dem Messer abgeschabt, wobey man Achtung ge-ben muß, daß nichts davon auf die polirte Spiegel-fiäche komme.
Man stelle hierauf den Spiegel in das Teleskop,und richte dasselbe gegen das Object, mache einenRing von Kartenpapier, der den mittlern Theil desSpiegels zwischen dem Loche und dem Rande be-deckt, und dessen Breite etwa den achten Theil von
dem