Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
433
JPEG-Download
 

Parabolischer Spiegel. 43z

Verläßt man sie nur auf eine Viertelstunde, so dau-ert es nachher eine Zeitlang, ehe man sie wiedergehörig in den Gang bringt; und während dieserZeit verdirbt man leicht das, was man vorher ge-wonnen hatte.

Ich habe hier durchgängig angenommen, daßder zu bearbeitende Spiegel 4 Zoll im Durchmesserhabe: ist er nun größer oder kleiner, so müssen auchdie Größen der Steine, der hohlen Schale und derPolirscheibc verhäitnißmaßig vergrößert werden. Bonder verschiedenen Ausdehnung der Werkzeuge durchdie Wärme und Kälte habe ich niemahls üble Fol-gen bemerkt, obgleich diese Werkzeuge von verschie-denen Metallen und Substanzen gemacht sind, außerdaß man die bey Unterbrechung der Arbeit entste-hende Schwierigkeit hierher rechnen kann. Nebri«gens gehen die Veränderungen der Fläche durch daSSchleifen und Poliren weit geschwinder vor sich, alsdie durch Wärme und Kälte, daß also die letztem inder Ausübung gar nicht zu bemerken sind.

Die neuern Metallspiegel des Herrn Her-schein übertreffen an Größe und Vollkommenheitalles, was man jemahls von optischen Werkzeu-gen zu erwarten gewagt hat. Der größte Spie-gel, von dem Herr Bode im astronomischenJahrbuche für 1790 aus einem Schreiben desHerrn Grafen von Brühl Nachricht, gibt,gehört zu einem Teleskope von 40 Fuß Längeund 4 Fuß Durchmesser, und das Gewicht desSpiegels betrug nach dem Schleifen und Poli-ren noch lozz Pfund. Die.Gestalt der Flachemuß sehr genau parabolisch seyn, weil ein Ku-gespiegelt von dieser Größe und Brennweite dieVollkommenheit nicht gewahren könnte, die manvon diesem bewundernswürdigen Instrumenterühmt. Wer nur einigermaßen Begriffe vornSchleifen und Poliren der Spiegel hat, wirdstch die unbeschreibliche Mühe und Sorgfalt, dieauf besten Verfertigung gewendet seyn muß, vor-stellen können. Gleichwohl hat Herr HerschelV«k, technsl. Enc, LVU-TH. Ee die-