Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parasitische Gewächse. 47Z

und Wurzeln anderer Pflanzen wuchern, und die-se oft so aussaugen, daß sie sehr krank werden,vder gar sterben. In Deutschland gibt es nichtviele dieser Pflanzen, sondern nur einige, wohinz B. Vileum sllium, Oulcuta suropss» undLpilkz'mur», lVlonorropalirrasa OrobeineklL major, kssvis,

srensris und ranrola, Opkrys nickus «vi«, ge-hören. In wärmeren Himmelsgegenden sind siezahlreicher, am zahlreichsten im südlichen Ameri-ka, und die sehr zahlreiche Gattung Lzncksnckron,wozu die bekannte Vanille gehört, besteht nebstmehreren andern ganz auö solchen parasitischenGewachsen.

Die Schmarotzerpflanzen, welche auf denBäumen wachsen, dringen mit ihren Wurzeln indas Holz des Baumes und saugen alle Saftedesselben an sich, wodurch der Wachsthum ge-hemmt, und endlich eine tödliche Auszehrung be-fördert wird. Schmarotzerpflanzen, die an denWurzeln der Baume und Sträucher sich ansau-gen, thun zwar eben dieses, doch nicht in demGrad« der Stärke, wie jene, und "nscrc einhei-mischen bringen den Tod eines Baumes odereines nur mäßig starken Strauches nicht zuwege;allein desto gefährlicher sind sie auf den Wur-zeln eigentlicher Pflanzen und Halbstraucher(Stauden). Die (chisouras wickeln mit ihrennackten Zweigen alle Gewächse, die in ihrer Nach-barschaft stehen, ein, und saugen sie aus, so daßsie verkrüppeln und ersterben müssen.

Die Mose und Flechten, welche an denStämmen und Atsten der Bäume wachsen, sindnicht als eigentliche Schmarotzerpflanzen anzu-sehn, denn sie sangen die Bäume nicht aus, son-dern kaben zum Theil vortheilhafte Zwecke für

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