Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parforcejagd. 505

men; so wie schon vorher der OLersäger oderOberpiqueur die Relais, sowohl an Pferden alsHunden eingetheilt hat. In der Gegend, wohinman vermuthet, daß der Hirsch seine Flucht oderWechsel nehmen werde, stellt man eine Relaisvon fünf oder sechs Koppeln Hunde, nachdemdie Meute stark ist. Hierbey hält ein Burschemit einem Pferde, ingleichen für den Fürsten,Commandanten, und alte Jäger, welche mit rei-ten, ein frisches Pferd. Nebst dieser ersten Re-lais wird eine andere auf einen andern vermu-theten Wechsel auf gleiche Art gestellt, und nö-thigen Falls die dritte, auch vierte mit z oder 4frischen Pferden, und eben so viel Koppel Hun-den. Bey jeder Relais muß ein Bursche vonden Hunden seyn, und müssen diese nebst denPferdeknechten wohl Achtung geben, wie naheihnen die Jagd komme, oder wenn sie sehen, daßdiese weit von ihnen entfernt ist, sich vorziehen,um bedürfenden Falles bey der Hand zu seyn.Nimmt aber die Jagd eine ganz andere Rich-tung, als die Relais gestellt sind, so werden sievon einem Jäger eingehohlt, und nach dem ge-hörigen Orte beordert.

Wenn die Jäger nun zu Pferde gestiegensind, ziehen sie mit der Meute voraus, die hoheHerrschaft folgt ihnen und fo geht es hin zu demOrte, wo der Hirsch bestätiget ist, woselbst auchder Besuchknecht mit feinem Leithunde wartet.Die Meute wird zur Seite behalten, und diePiqueurs und Besuchknechte gehen nach denBrüchen, besehen die Fährten genau, welcheKennzeichen man daran entdecken kann, ob eram rechten oder linken, am Vorder» oderterlaufe etwa ungerade Schalen habe, welch«bey sehr vielen der Fall ist, ob die Fährte breit,