ZO4 Parforcejagd.
W«nn nun parforce gejagt werden soll, sowird Tages zuvor vom Fürsten und durch dessenCommandanten P-r'ehl an den Oberpiqueur ge-geben, welcher solchen sogleich den andern PiqueurSund Besuchknectuen kund thut. Weil aber schonjeder leine Züge und Vorsuche vorher gemachthat, und also weiß, wo Hirsche anzutreffen sind:so wird nach gehaltener Ueberlegung einem jedensein Zug und Vorsuch angeordnet. Alsdann zie-hen der Obrrjäger, die Piqueurs und Besuch-knechte insgesammt des Morgens frühe aus, undjeder sucht seinen ihm bestimmten Ort vor. Wennsie einen Hirsch finden, wird er sogleich bestätigt,und dann zu dem bestimmten Versammlungeplatzegezogen, woselbst sie denn entweder dem Com-mandanten oder dem Fürsten selbst Bericht er-starren; worauf dieser den Hirsch, der gejagtwerden soll, erwählet. Alsdann begibt sich derBesuchknecbr, der ihn auf seinem Vorsuche ge-habt, mit seinem Leikhunde, hin nach dem Orte,wo der rechte Hirsch, dem es gelten soll, ist, ver-sichert sich nochmahls, ob er noch beständig inseinem Stande, oder greift ferner enger vor,wenn der Ort noch etwas weitläufig ist, und be-stätigt den Hirsch, so enge es seyn kann. Wäh-rend der Zeit, nachdem der Fürst und die hohenHerrschaften auf dem kisncisr-vous eingetroffenstnd, wird mit einer kalten Küche gefrühstückt,und dergleichen den Jägern bey der Jagd, die»solches bey den starken Strapazen allerdings be-nöthigr sind, gleichfalls gereicht, auch den nochdraußen bey dem Hirsche befindlichen zugeschicktoder verwahrt.
Hierauf müssen die Piqueurs, und diejeni-gen Besuchknechte, an welchen das Jagen ist, zuPferde sitzen, und ihre Meute zwischen sich neh-men;