Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parforeepferd. 51 z

er bald unglücklich seyn, und beym Stürzen zumKrüppel werden, wenn er nicht gar den Halsbricht. Mancher Zager ist aber auch nicht ge-schickt genug, ein gut abgerichtetes Pferd gehö»rig zu lenken, weshalb es sehr nöthig ist, daßsolche Leute ein Pferd vorher mehrmahls reiten,um mit ihm bekannt zu werden, ehe sie es auseiner großen Jagd zum Reitpferde nehmen.,

Zu einem Pcirforcepferde wählt man gernein Pferd von mittler Größe, das nicht senk,rückig, sondern gleich, und nicht sehr breit überder Brust, aus Hals und Kopf gewachsen, nichtzu kurz und steifhälsig ist, zumahl wenn es zu-gleich helle Augen hat, dabey lang gestreckt, mirguten Hüften versehen, feurig und nicht mart-herzig ist. Dergleichen Pferde müssen aber auchgute Wartung haben, nicht überflüssig He« be-kommen, welches ihnen dicke Bauche gibt, son-dern guten reinen Hafer, welcher vom Staubefrey seyn muß.

Wenn die Jagdzeit angehen soll, müssendie Pferde sowohl, als die Hunde in Athem ge-sehr werden; man reitet sie anfangs nur auchim Schritte und Trabe aus, nachgehendö aberalle Tage eine halbe Stunde auch wohl längerim Galopp. Anfangs reiten sie die Knechtepaarweise, sobald aber die Arbeit mit den bun-den angeht, werden sie auch dabey mit in Athemgebracht.

Nach vollbrachter Jagd muß der Roßarztnachsehen, ob diesem oder jenem Pferde auch et-was fehlt, ihre Schenkel mit Gpiritns oderWeinessig fleißig waschen, und die beschädigtenwieder herzustellen suchen; dabey müssen sie auchöfters geritten werden, damit ihre Füße nichtsteif werden, sondern geschmeidig bleiben.

Der. rechn. Lnc. evil. Theil. K k Daö