Zi8 Parfümirkunst.
sagt, daß seine Soldaten tapfer stritten, ohnge-ackret sie so viel wohlriechende Salbe an ihremLeibe hatten ().
Kaiser Constantin beschenkte den Taufsteinin der Hauptkirche im Lateran mit einer golde-nen Lampe, worin 200 Pfund Balsam brann-ten, und den übrigen Kirchen in Rom ein jähr-liches Einkommen von soooo Livres am Werthe,nähmlich in Gewürzen, welche Egyptcn und dieMorgenländer liefern mußten. Bey der Taufedes Ciodovaus bediente man sich wohlriechenderWachskerzen, wie GregoriuS von Tours imzweyten Buche seiner Geschichte meldet **).
Jetzt parfümirk izian Leder, Handschuhe,Haarpuder, Seife, Pomade, Taback und aller-hand Aquavite und Liqucre :e. Am besten ver-steht man diese Kunst in Spanien, Frankreichund Italien.
Die meisten oder-vornehmsten wohlriechen-den Sachen, (Parfums) bestehen aus Bisam,grauem Ambra, Zibeth, Rosen-, Cedern- undA!oe-Ho!z, Veilchenwurz, Pomeranzblüthcn, Ro-sen, Jasmin, Jonquille, Tuberosen und andernwohlriechenden Blumen; ferner Storax, Weih-rauch, Benzoe, Wücznageln, Muscatenblüthen,Muscatennüssen, Zimmet; ingleichen aus ver-schiedenen gewürzhafcen Kräutern, als Lavendel,Majoran, Saibey, Thymian, Psop, Melisse undden aus solchen gemachten Wassern, Geistern,Essenzen, Hehlen rc. Aus den Morgenländern,desgleichen aus Spanien und Italien bekommtman die besten Parfums.
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")Iuvenel de Carlenca» Gesclnchte der schienWiff und freyen Künste, übersetzt vv„ I »b. Erh. Kap<y e. 175,. », Kl). zo. K-x. S. 4ls. ^177