Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
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44 Parfümirkunsi.

Digestion vollendet ist, und dann destkllirt manim Dampfbade, dabey muffen aber die Fugen desGefäßes gut verschlossen seyn. und daö Feuergelinde regiert werden, damit nur die wesentli-chen und geistigen Theile aufsteigen. Wennohngcfähr der dritte Theil überdestilliret worden,so hört man auf zu feuern, nimmt den Geist,der in der Vorläge übergegangen, heraus, undrektificirt ihn in einer Phiole. So erhält maneinen' stark riechenden entzündbaren Rosengeist,den man in einem verschlossenen Glase bewahrt.Dann drückt man das. was in der Blase ge-blieben ist, aus, destillirt den ausgedrückten Saft,und gießt ihn zu dem, was nach der Rektifici-rung der Rosenessenz in der Phiole zurück ge-blieben ist, so erhalt man noch ein sehr gutesRosenwaffer.

Zweyte Vorschrift.

Man nimmt zehn Pfund blaff« oder weißeeinfache Rosen nebst ihren Knospen, zerstößt siein einem Mörsel zu Teig, und thut diesen inweite steinerne Gefäße, streut eines Fingers hochSalz darauf, und verstopft und lntirt den Topf.So wird er zwey Monathe lang an einen küh-len Ort, zur Digestion gesetzt, und wenn diesegeendigt ist, so destillirt man den Geist zuerst imDampfbade, und rektificirt ihn nachher auf diegewöhnliche Art.

Lau äs b.nvanck6.

Außer den im Art. Lavendel. ?h. 66, S.548 st- gegebenen Vorschriften zur Bereitungdes Laoendelwaffers und des ^'avendelspiriruSwird man auch folgende brauchbar finden.