Parfümirklmst. 543
ganz damit angefeuchtet sind. Dann seht manden Helm mit der Kühlröhre und eine Vorlagean die -Blase, seht letztere in mäßiges Feuer,und erneuert das Wasser der Kühlröhre, so oftes zu warm wird. Wenn die Hälfte übcrdcstil-lirt worden, zieht man das Feuer zurück, össnetdie Gefäße, und drückt dasjenige, was noch inder Blase ist, aus. Den ausgedrückten Saftgießt man wieder in die Blase, und destillirtzwey Drittel mit gelindem Feuer davon, so hatman ein sehr gutes Rojenwasser. Auf dieselbeArt kann man das Wasser anderer wohlriechen-den Blumen ausziehen.
Oder: Man nimmt drey Theile Rosenwei-nen Theil Fenchel, und einen Theil Rauten, hacktalles klein, mischt es unter einander und destil-lier es in ein Gefäß, in welches man vorhereine Handvoll obiger Krauter gelegt hat.
Rosenefscnz.
Hiezu nimmt man sechs bis sieben Pfundblasse oder weiße einfache Rosen, zerquetscht siein einem Mörsel, thut sie in ein glasurtes stei-nernes Gefäß, und gießt drey bis viertehalbPfund frischen Saft von ähnlichen Rosen dar-über, welcher Saft aver vorher erwärmet, undmit vier bis fünf Unzen Bierhefen vermischtwird, um eine Nahrung zu erregen. Der dritteTheil des Topfes muß aber leer bleiben, und al-les wird mit einem Stock gut unter einandergemischt.
Hernach wird das Gefäß gut Verlutirt, linddrey bis vier Tage in warmen Pferdcmist Z"Mdigeriren gesetzt. Sobald ein wcinartiger Ge-ruch aufsteigt, so ist es ein Zeichen) daß die
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