Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parfümirkunst. 57?

auf, weil ick es hier, ohne zu weit vorzugreifen,doch nicht vollständig beschreiben könnte.

'Warnung vor dem übermäßigen Gebraucheder kart'urns oder wohlriechenden Sachen.

Zum Schlüsse dieses Artikels muß ich nochwohl eine Warnung hinzufügen, im Gebraucheder Wohlgcrüche nicht zu sehr auszuschweifen.Der Gemeinsatz, daß aller Mißbrauch schädlichsey, wird wohl wenige abhalten, sich stark zuparfümiren, so lange sie nicht wissen, wo eigent-lich die Gränze zwischen dem mäßigen Gebrau-che und dem Mißbrauche liegt. An sich ist diesefreylich auch sehr relativ, da das Geruch- undNervensystem bey den Menschen so sehr ver-schieden ist, und einige mit Entzücken die Düftedieser oder jenen Pflanze einziehen, wovon an-dere Krämpfe und Ohnmachten bekommen. Al-lein, es gibt eine gewisse Gränze, die schondurch das Schickliche bezeichnet wird, und derenUebertretung oft nicht mir Ungrund die Mei-nung verbreitet, daß solche Personen, die immerin einer Atmosphäre von starken Wohlgerüchenschweben, etwas sehr übelriechendes an sich ha-ben müssen, das sie durch das Uebermaß ander-weitiger Düfte »«bemerkbar machen wollen.

Der Mißbrauch oder der zu starke Ge-brauch der Wohlgerüche ist an sich aber auchso gleichgültig nicht, wie man es glauben mag.So wie ein zu starkes Licht das Auge blendetund nach und nach die Sehkraft schwächt, sowerden auch durch zu starke Wohlgerüche dieGeruchSnerven abgestumpft, und dieser Sinnendlich ganz geschwächt. Zu einem Beyspielemögen die Apotheker dienen, die fast durchge-

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