>. Paris.
der Geburt wegsehen zu lassen, und trug dießGeschäft einem seiner Räthe, dieser es aberwieder einem Sclaven Agelaus auf. Der Sclavefand nach fünf Tagen eine Bärinn, welche dasKind säugte, nahm es nun zu sich und erzoges unter dem Nahmen Parts. Paris erlangtemit den Jahren eine sehr große Schönheit undStärke; und. war den Räubern eben so furch«terlich, als seinen Freunden angenehm. Er führtedaher unter ihnen den Nahmen Alexander.Eben dieß war denn die Ursache, daß ihn diedrey Göttinnen Juno, Minerva, und Venuszum Schiedsrichter erwählten, welche unter ih-nen die schönste sey, und welcher also unter ih-nen der von der Eris unter die Hochzeitgästedes Peleus mit der Aufschrift: der Schönsten,geworfene Apfel gehöre. Nach andern schicktealle drey Jupiter durch den Merkur an ihn.Paris erkannte die Venus für die schönste. Dießist das berühmte Urtheil des Paris, worüberDichter und Künstler sich so vielfältig verbreitethaben. Nach den ersten machten ihm die Göt-tinnen, jede für sich, die größten Versprechungen.Juno versprach, ihn zum mächtigsten Herrn derWelt zu machen. Durch Minervens Beystand^sollte er der geschickteste und künstlichste allerMenschen werden. Venus versprach ihm bloßLas schönste Weib. Die alten Künstler undDichter wußten auch anfangs von keiner Ent-kleidung der Göttinnen. Bekleidet erscheinen sieauf einem Marmor, wo sie Merkur herbeyfühct,und Paris unter seiner Heerde sitzt. Nur dieNeuern weichen hiervon ab und lasten die Göt<rinnen sich entkleidet dem wollüstigen Schäferdarstellen.
Gleich«