Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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>. Paris. 585

Gleichwohl blieb Paris noch geraume ZeitHirt. Einst aber da Priamus feyerliche Kampf-spiele anstellte, und dazu einkn Ochsen von derHeerde des Paris hohlen ließ, fand sich unjecHirt gleichfalls in Troja ein. Seine Fertigkeitin diesen Uebungen war aber so groß, daß eralle Söhne des Priamus, selbst den Hector über-wand. Dieß reizte den Deiphobus, den Hector,daß er ihn erstechen wollte. Paris aber flüch-tete zum Altar des Herceischen Jupiters, undhier erkannte ihn Cassandra als des PriamusSohn, und sein Vater nahm ihn wieder an.

Bald darauf ward Paris zu der Gesand-schaft erwählt, die sein Vater nach Griechen-land schickte, um die entführte Hesione zurückzu fordern; und bey dieser Gelegenheit entführteer die Helena.

Von dieser Gesandschaft weiß Homer sowenig, als von seiner Wegsctzung und Wie-dererkennung; doch das berühmte Urtheil desParis zwischen den streitigen Göttinnen kennter. Zum Beweise, daß schon vor ihm, dem Va-ter der Dichter, die Geschichte der Eroberungvon Troja bearbeitet war; denn offenbar ist dochjenes Urtheil nichts mehr, als die Erfindungirgend eines Dichters, der vornahmlich die Ge-schichte des Achilles denkwürdig machte.

Beym Homer ist Paris ein schöner, wohl-gebildetcr Mann, ein Kenner der Musik, pracht-liebend und geschmackvoll, daher baut er sich ei-nen, von der übrigen Familie abgesonderten Pal-last, und braucht die besten Meister dabey. Danngeht er mit einer Gesellschaft junger Leute vonseiner Denkungsart auf Reisen, kommt nachSparta, wird hier ein Gastfreund des Mene-laus, und entwendet dem Mmelauö dre Hele«

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