6/8 Pasigraphie.
in Bestimmung der Beugungen der Wörter,noch manche Schwierigkeit voraussetzn wird. Auchdürfte die große Kostbarkeit der Wörterbücher,die man haben müßte, dem gemeinen Gebrauchedieser Kunst Schranken sehen. Aber, wenn Hin-dernisse immer hatten abschrecken sollen: so wür-de nie etwas Großes geleistet worden seyn; siemüssen vielmehr den Geist zur kühnen Unterneh-mung spornen, dieß führt zu einem glückli-chen Ziele.
Gefälliger erscheint jene Pasigraphie, wel-che von Sieacd herausgegeben, im Jahre 1798zu Paris erschien. Sie versichert nicht mehrals 12 Zeichen, Gammcn genannt, zu bedür-fen, wirklich ist dieses aber ein leeres Vorgeben,weil zu der Bezeichnung der Hülfsverben undeiner Menge anderer Wörter und Begriffe, wel-che alle hier anzuführen zu weitläufig wäre,noch mannigfaltig geordnete Linien und Punkteerforderlich sind. Hieraus entstehen nothwendignoch mehrere Zeichen, so daß die ganze Summederselben auf 160 steigt. Auch diese allgemeinverständliche Sprache erfordert ein eignes Wör-terbuch, das jedoch, vermöge seiner besondernEinrichtung, sehr compendiöS ausfallen könnte;auch bedürfte sowohl derjenige, welcher sie schreibt,als der, welcher sie liefet, nicht mehr als eineseinzigen solchen Wörterbuchs in seiner Mutter-sprache. Die Pasigraphie ordnet nähmlich dieWörter nach einem neuen Systeme. Sie theiltzuerst alle in z Hauptregister, und gibt dannjedem derselben Classen, und diesen wieder Un-terabteilungen. Jedes der genannten Registerwird mit einer Gamme bezeichnet, so auch' jededer Classen und Unterabtheilungen der Reihenach. Ein Wort besteht folglich aus z, 4 bis
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