Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
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Pasigraphie. 6?y

5 Gammen, von welchen die erste das Haupt-register, die folgenden die Classen und Unlerab-thcilungen, die letzte das Wort selbst anzeigt.Diese Methode hat indessen auch ihre eigenenSchwierigkeiten, so daß die Pasigraphie auf die-sem Wege schwerlich jemahls das werden möch-te, als was sie angekündigt worden ist.

Ein anderer Versuch über die Pasigraphieist der des Herrn Nather's, der mehrere Jahreüber eben diesen Gegenstand nachgedacht hat, undsich durch die damit verbundenen Schwierigkeitennicht abschrecken ließ, darauf zu sinnen, eine ArtCharaktere und Zeichen ausfindig zu machen,welche die Sache so deutlich und leicht ausdrü-cken und vorstellen sollen, daß sie ein jedes Volkund jede Nation in ihrer Sprache lesen undverstehen kann. Seine Erfindung ist gänzlichvon der des Sicard verschieden, dessen Metho-de Hr. N. wegen der mühsamen Vertheilung derzwölf Zeichen oder Gammen, in gewissen Colum-nen, und wegen der eben so beschwerlichen Auf-suchung und Zusammensetzung der zerstreutenGammen, so wie die von Vater angegebeneVerbesserung durch zwölf Zahlen statt der Si-cardischen Gammen, nicht für praktisch anwend-bar halt. Herr N. hat bey seiner Erfindungder pasigraphischen Zeichen sich bemüht, die Be-griffe zu bezeichnen, die man sich von jeder Sa-che machen kann, ohne sich an irgend eine leben-dige oder todte Sprache zu binden. Jeder hatbey diesen Zeichen einen und ebendenselben Be-griff, welchen er in seiner Sprache kann. DieCharakterschcift ist bildlich, leicht und anschaulich,und hat daher vor andern Versuchen dieser Artin Hinsicht der leichtern Verständlichkeit denVorzug.

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