Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Pasiphrasre. Pasquill. t>8Z

Postphrasie, die Kunst, allen cultivirten Nationenseine Gedanken mittheilen zu können, ohne ihreSprachen gelernt zu haben, welche aber noch zuden Problemen gehört. S. im vorstehenden Art.

kaspglum s. pfannengras.

Pasquill, das, zunächst eine Schrift, worin manjemanden fälschlich ehrenrührige HandlungenSchuld gibt, besonders wenn man eine solcheSchrift ohne seinen Nahmen bekanntmacht; dieLästerschrrft, Schmähschrift, Gchandschrift.Die ungegründete Beschaffenheit der dem andernSchuld gegebenen dessen guten Nahmen aufhe-benden Verbrechen, und nächst dem die Ver-schweigung des Nahmens des Verfassers sind diewesentlichen Untcrscheidungsmerkmahle eines Pas-quills im eigentlichen Sinne. In einem etwasweiteren Sinne begreift man darunter auch sol-che ohne oder unter falschem Nahmen öffentlichausgestellte oder verbreitete schriftliche Aufsähe,Druckschriften, Gemählde, Kupferstiche rc>, wel-che eine, entweder nahmentlich angegebene, oderdoch kenntlich gemachte Person, eines Verbre-chens, zuweilen auch wohl nur unmoralischer,oder auch bloß lächerlicher Handlungen beschul-digen, oder au-ch nur ohne zu schmähen beissenddie Wahrheit sagen. Daher der pasquillanr,jemand der Pasquille verfertiget und ausbreitet,und in weiterer Bedeutung ein jeder groberVerläumder, eine Person, welche andern auchunwahrer ehrenrühriger Handlungen beschuldigt;der Lästerer. Die pasquinade, aus dem Ita-lienischen kasquiliats, eine Lästerung, und inengerer Bedeutung, eine wihige Lästerung.

Alle diese Wörter stammen aus dem Italieni-schen, und dem daselbst in den neuer» Zeiten geform-ten Lateinischen Worte her. pasaum oder

pgvqums ist der heutige Nahme einer verstümme^-