Passionsblume. 719
und ohne Geschmack ist, und von Schweinenund anoern Thieren gern gefressen wird; ihrFleisch liegt in einer besondern, ziemlich starkenHaut, die sich, wie ein Sack, leicht von derSchale absondern laßt, und ist saftig, ziemlichhelle, von einem schwachen Geruch und sehr an«genehmen, süffen und säuerlichen Geschmacke,und enthält viele Samen. Man hält dieseFrüchte in Amerika hoch. und pflegt sie bey Ti-sche auszustellen; man ißt das aus dem Sacke he-ran« genommene Fleisch derselben entweder allein,oder sammt den Samen, insonderheit thut manes in den Wein, und es scheint von einer sehrkühlenden Kraft zu seyn. Zu Surinam sind sievorzüglich wohlschmeckend.
Jacquin fand dieses vortreffliche Gewächsauf den Caribischen Inseln nirgends wildwach,send, sondern allenthalben nur in den Gärten;es dient diesen auch zu einer nicht geringen.Zierde, indem es in wenigen Monaten seyr gro-ße und dichte Lauben bildet, die zu seiner Zeitmit Blumen und Früchten vortrefflich Zwangen;hat aber in Gegenden, wo es giftige Schlangengibt, die Unbequemlichkeit, daß dadurch dieGärten von diesen verhaßten und schädlichenThieren geplagt werden, welche die Passwiisolu-men (vornahmlich aber diese und die folgende Art,)oder die Nachbarschaft derselben zu ihrem Aufent-halte wählen, um desto bequemer und gewisserihrer Beute und Nahrung habhaft zu weroen,indem sie wohl wissen, daß sich nirgends mehrereRatten und Haselmäuse, als daselbst, zu ocfln-den pflegen, weit diese den Früchten oer Pafsionö,blunie ungemein nachgehn.
Die Franzosen nennen dieses Gewächs 6rs-v»lMs. Es läßt sich sehr s«r durch Ableger
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