Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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-Z2 Passionsblume.

mit Gabeln fest, und wird bey zwölf Schuhhoch. Die Blatter sind dünn und hellgrün, undin .rcy längliche, seicht sagenartig gezähnte Lap-pen zertheilt; und siehn auf kurzen, oben mitzwey Drüschen besetzten Stielen. Die Blumen,welche sich des Morgens zu öffnen und schon !gegen Abend wieder zu verwelken pstegen, haben leinen angenehmen Geruch; sie kommen von» Zu- ^lius oder August bis in den spaten Herbst zumVorschein, stehen auf langen dünnen Stielen inden Winkeln der Blatter, und haben eine ausfünf länglichen, stumpf zugespitzten blaßgrünenBlättchen bestehende Hülle, weißliche oder fleisch-farbige Blumenblättchen, und einen purpurro-then Nekcarkranz. Auf sie folgt eine eyrundeblaß pomcranzcngelbe Frucht von der Größeeines mittelmäßigen Apfels, welche in einem dun-kelgefarbten süßen eßbaren Fleische viele längli-che rauhe Samen enthalt. Das Fleisch hat cirgentlich einen süßsauerlichen Geschmack und ei-nen lieblichen Geruch. Es hat Achnlichkeit mitMelonen und Erdbeeren. Linus führt ausdem Monardes an, daß sowohl die Europäer jals Indianer diese Frucht sehr gern essen, daßsie den Magen nicht beschwert, wenn man gleich !viel davon ißc. Munting rühmt den unge- -mein lieblichen Geruch derselben. In Europaübertrifft die Saure der Frucht ihre Süßigkeit,doch ist jene weit angenehmer als die Zitronsaure. ^

Die Vermehrung dieser Art geschieht ent-weder aus dem Samen, oder durch Ableger, diejm Anfange des Junius in beygesetzte Blumen-töpfe in Erde eingelegt und im Herbste vomMutterstocke abgeschnitten werden.

Aus dem Samen erzieht man folgender-maßen junge Pflanzen: Der Same wird im

März