Passionsblume.
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sie und ungefähr euren Zoll breit ist; sie sindhellgrün mir schönen rothen Adern, und stehenauf beynah zwey Zoll langen, mit zwey Drüs-chen besetzten Stielen, die zwey große, mondför»wige, den Stiel umfassende Ansätze an der Ba-sis haben. Die Blumen st'hn in den Winkelnder Blätter auf fast drey Zoll langen Stielen,und haben eine aus drey herzförmigen hohlenBlättchen bestehende Hülle, einen blaßgrünenKelch und eine weißliche dem Kelche sehr ähnli-che Blumenkrone, aber dunkelrothe Griffel, undeinen dunkeleorh - himmelblau - und weißbuntenNektarkrauz. Sie dauern nicht langer als ei-nen Tag, und haben einen sehr schwachen Ge-ruch. Auf die Blume folgt eine ziemlich große,blaßgelbe Frucht, welche rundlich oder eyrundist, und in einem süffen, oder sauern, in Euro-pa nicht sehr. angenehmen, safrangelben Fleischeviele längliche Samen enthalt. De Röche fortsagt, sie sey köstlich und erfrischend, und könneselbst den Kranken mit Nutzen gegeben werden.Piso rühmt sie als die vorzüglichste Frucht di>ser Gattung, sie lösche den Durst weit mehr,als die andern Arten, und deswegen sey sie auchden Kranken so angenehm. Du Terte merktan, daß der Saft etwas zu sauer scheine, wennman ihn zuerst koste, aber nachher werde er soangenehm, daß man nichts trefflicheres erdcn-ken könne.
Ueber die Vermehrung und Erziehung die-ser schönen Pflanze findet man in dem allgem.teutschen Gartenmagazin (1804 Nr. XI. S.484.) folgende Anleitung.
Diese Pflanze wird gemeiniglich in Töpfen ge-zogen und unterhalten, weil man sie des Winters«msehen muß. Ich habe sie schon seit ein Paar Zäh-ern auf folgende Art behandelt. Im Frühlinge,
wenn