Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Pastellfarberi.

Rothe Crayons.'

Zu scharlachrothen CrayonS nimmt manVermillon, Mennige und Bierhefen, welche mal»bis zur Klcbrigkeit hat kochen lassen. Man verdicktsie, wenn man auf ein Maß klebriger Hefe ei-nen Scrupel Traganth - Gummi zuseht. Mitdiesen Hefen wird der Vermillon und die Men-nige zerrieben, ein Teig daraus gemacht, undhernach Crayons daraus geformt, die man beygelinder Warme trocknen laßt.

Im Fall man die Hrangetinte der Menni-ge nicht braucht, thut man besser den Vermil-lon zu Wahlen ; denn obgleich die Tinte der Men-nige sich bey Pastell bester als bey Oehlfsrbenhalt, so fährt man mit dem Vermillon ungleichbester, weil dieser nur durch das Feuer verändertwerden kann.

Man kann blässere Crayons von derselbenFarbe verfertigen, wenn man den Vermillonoder die Mennige mit zeschlcmmtec Kreide ver-setzt, welches in drey verschiedenen Verhältnissengeschehen kann: die erste Proportion ist, mit ei-nem gleichen Gewicht Kreide; die zweyte mitdem doppelten, und die dritte mit einem dreyfa-chen. Will man andere Tinten haben, so darfman nur die Quantitäten verhältnißmäßig ver-ändern. Die Mischung wird auf obbemeldete Artmit verdickten Bierhefen gemacht. Doch mußdie Hefe dicker seyn, wenn die Kreide in gerin-gem Verhältniß vermischt ist, je nach den dreyangegebenen Proportionen, weil sie durchs Trock-nen eine starke Konsistenz erhalt.

Der rothe Ocher gibt einen schmutziger»Crayon, der aber doch seinen Nutzen hat, wenn

man ihn mit Bierhefen, die durchs Kochen ver-

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