Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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7§4 Pastellfarben.

Gebrauch des Karmins, des Ultramarinsund anderer theurer Farben be? derPastelmahlerey.

Weil Karmin, Ultramarin, und einige an-dere Farben zu theuer sind, um ganze Crayonsdaraus zu machen, so bedient man sich bey de-ren Gebrauch eines kleinen Röllchens von Le-der, welches folgendermaßen bereitet wird.

Man nimmt ein Stückchen Leder, rollt eskegelförmig zusammen, so daß das Ende einestumpfe Spitze macht, und im Fall es zu spitzausfallt, stumpft man es mit einem Federmesserleicht ab, und bindet es mit einem Faden zu-sammen, damit es sich nicht wieder aufrollt.

Diese Spitze taucht man sauber in Kar-min, und trägt ihn auf die Stellen, wo er hin-kommen soll, woraus dieselbe Wirkung entsteht,als wenn man mit Crayon gezeichnet hatte.Man bedient sich auch dieses Röllchens um dieTinten zu verreiben, wo man mit dem Fingernicht hinkommen kann.

Alle Pastellgemahlde werden übrigens, sobaldste fertig sind, mit einem Glase und Rahmenversehen, damit die Luft nicht darauf wirken kann.

pastellcrayons, welche so fest als Rörhel sind.

Man zerreibt weiße Tabackspfeifenerde mitMaster auf dem Reibstein, bis zur Dicke einesTeiges. Dann nimmt man beliebige Farben,reibt jede für sich trocken und so fein als mög-lich, staubt sie durch Tastet oder feine Lein-wand, und vermischt sie mehr oder weniger mitobigem Teige, je nachdem man ihnen die Farbegeben will; dann seht man noch etwas Honigund Gummiwaster nach Belieben zu. Von je-der