Pastellfarben. 765
der Farbe macht man Crayons von Heller unddunkler Tinte, um die Lichter und Scharten da-mit angeben zu können. Wenn dieß geschehen ist,nrmmt man jeden Teig, und rollt ihn zwischenzwey sauberen Bretchen zu einer Stange einesFingers dick, laßt sie alsdann zwey Tage langauf Papier im Schatten trocknen, und seht sienachher dem Feuer oder der Sonne aus, so sindsie zum Gebrauche bereit.
Crayons zum Wachspastell zu bereiten.
Man muß die Farben zu feinem Pulverzerreiben, und geschmolzenes Wachs mit etwasHonig vermischt) zusehen, und alles über gelin-dem Feuer zusammen reiben. Wenn die Mi-schung beynah erkaltet ist, thut man sie auf Lösch-papier, welches alle überflüssige Feuchtigkeit an-zieht, gibt hernach den Crayons die Form, undlegt sie in kaltes Wasser, damit sie mehr Kon-sistenz erhalten.
Mit diesen Crayons mahlt man weder aufPapier noch auf Pergament, sondern auf Lein-wand. Diese wird vorher einmahl mit Hehl be-stricken, und auf der ganzen Oberflache mit demfeinsten pulversirten und durchgesiebten Glasebestreut.
Zweyte Vorschrift. Man löset Weinsteinin warmen Wasser bis zur Sättigung auf, fil-trier die Auflösung durch Löschpapicr, bringt sieüber gelindes Feuer, und laßt weißes Wachsdarin zergehen, woraus eine breyartige Wachs-seife entsteht, die leicht im Wasser auflöslich ist.
Will man Pastell-Crayons verfertigen, s»lost man etwas von dieser Seife in Wasserauf, und feuchtet damit die Farben an, welchepulverisirt, und in einen Teig gebracht find, dem
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