Pastellmahlerey.
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sich zu großen Portraiten einer Staffele,) vongewöhnlicher Größe, wie man sie bey den Oehl-mahlern antrifft. Zu kleinen Stücken thut einPult, worauf musikalische Stücke pflegen gelegtzu werden, gute Dienste. In die linke Handnimmt man ein Stäbchen, worauf die rechteHand ruhet.
Um die Zeichnung auf die Tafel zu brin-gen, so hat man zu merken, daß alle Theile desGemähldes mit derjenigen Farbe sehr gelindeentworfen und ausgezeichnet werden, welche ihrnatürlich ist, z. E- zum Umriß des Gesichtsnimmt man Fleischfarbe, zu den Augen schwarzu. s. w. Um das Weiße zu entwerfen, nimmtman eine lichte Aschfarbe. Man vergesse auchnicht die Grenzen der Schatten mit Punktenanzuzeigen, wie weit sie sich nähmlich gegen dasLicht erstrecken, und was für eine Figur oderGestalt und Farbe sie an sich haben. FehlerhafteStriche kann man leicht mit Semmelkrume Hin-wegreiben, und die Sache nach dem Originalgehörig verbessern. Durch eben dieses Mittellassen sich auch die Entwurföstriche schwächermachen, wenn sie zu stark gerathen seyn sollten.Man lasse sich übrigens Entwurf und Umrißsehr angelegen seyn, damit man der verdrüßli-chen Arbeit entgehet, erst hernach ganze ge-wählte Theile herauszureiben und zu ändern.
Die Pastcllmahlerey hat eine gewisse Leb-haftigkeit und ein sanftes Wesen, welches derNatur weit naher kommt, als in den andernMahlereyen. Das Woliichte, welches das Pa-stell macht, ist geschickter als andere Arten Mah-lerey, die Zeuge, das Markichre und Glattrauheder Fleischfarben auszudrücken. Die Farbe er-scheint viel natürlicher; allein um hierin einen
recht