Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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774 Pastellmahlerey.

Das Gemählde verliert hierdurch nicht nur garnichts, sondern die Tinten schmelzen mehr zusam-men, werden nicht geschwächt, und das Wasser thutihnen keinen. Schaben. Ein auf solche Art,fixirresPastell-G'mähld kann sogar einen Firniß vertra-gen, der ihm statt des Glases dient, und wovondas Verfahren hier folgt.

Wenn die fixirtc Pastellmahlerei trocken ist, !soträgt man mit einem zarten Pinsel ein oder zwey An-striche von zergangenem Fischleim darauf, der so starkseyn muh, daß er eine Art Gallerte darstellt. Wenner erkaltet ist, so versetzt man ihn mit einem DrittelWeingeist, oder ungefärbten Brandtwein. Sind die-se zwey Anstriche trocken, so überzieht' man das Ge-mählde mit dem Firniß für die ausgeschnittenen Fi-guren, der hier dieselbe Wirkung thut, wieaufMah-llerei mit Wasserfarbe.

Diese fixirten Pastell-Gemählde haben noch denVortheil, daß sie können nachgeholfen werden, -weilLieCrayons so gut angreifen, wie vorher; man kannsogar einige starke Pinselstriche mit Wasserfarbe dar,auf geben. Diese Methode, die Pastellfarben zu fixiern,dient auch zum Fixiern der Zeichnungen mit Crayons.

Eine andere Metyode.

Man pulveeisirt arabisches Gummi ganz' feinund zart, siebt es durch ein feines Sieb, und be-staubt damit das Gemählde so zart, daß es wie eindarüber gezogener Flor aussieht. Dann nimmt maneine Destillirblase mit ihrem Helm, füllt sie mit Was-ser und läßt eS kochen. Die Dampfe welche durchden Schnabel des Helms heraus gehen, werden aufdas Gemählde geleitet, doch mit der Vorsicht, daßman die Spitze des Schnabels mit einem Schwammversieht, damit nicht die in Wasser verdickten Däm,pfe aus das Gemählde herunter fallen. Der Was-serdunst löset das Gummi auf, und dieses sixirt dieFarben, und macht eine Art Firniß.

Oder. Man löset Kandis-ncker in Branntweinoder Weingeist auf. und erhitzt die Auflösung biszur Evaporativn. Das Gemählde wird mit der Rück-seite über diese Dämpfe gehalten, welche durch dasPapier dringen, und die Farben fixiren ohne ihnen- zu schaden. Man nimmt;. B ein Quentchen Kandis-zucker auf eine Unze Branntwein; ist aber daS Papierzu stark, so bedient man sich besser beS Weingeliu-s.

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