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Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Pastellmahlern). 775

Fixirung der Pgstellfarben nach der Methode vonSän Severo.

Man zerschneidet drey Unzen schönen Fjschleimm dünne Scheiben, und läßt sie vier und zwanzigStunden in zehn Unzen destillirtcm Weinessig wei-chen. Dann gießt man acht und vierzig Unzen hei,ßeS reines Wasser dazu, und rührt mit einem höl-zernen Spatel um, bis der Leim ganz aufgelöset ist.Die Mischung wird in ein gläsernes Gefäß gethan,und dieses zwey Finger tief in eine Schüssel mitSand gesetzt; diese Schüssel aber bringt man aufeinen Ofen mit Kohlenfeuer. Die Hitze muß so re-giert werden, daß die Mischung nie kocht, und daßman den Finger darin leiden kann. Man rührt mitdem Spatel so lange um, bis die Auflösung vollkom-men vorgegangen, läßt hernach die Materie erkal-te», filtrier sie durch Papier, und erneuert das Fil-trum, wenn die Flüssigkeit nicht gut mehr durchdringt.

Seilte zu wenig Wasser dabey seyn, und derLeim zu klebrig werden, so setzt man noch etwasheißes Wasser zu, rührt um, und filtrier nachher dieFlüssigkeit; die Erfahrung allein kann die nöthigeQuantität des Wassers lehren. Wenn der Liquorfilrrirt ist, so gießt man ihn in eine große Bouteille,und zwar Wechselsweise ein Glas desselben, und wie-der ein Glas rektificieren Weingeist, so daß ohnge.fähr gleiche Theile von beyden zusammen kommen.Die verstopfte Flasche wird eine Viertelstunde herum,geschüttelt, damit sich alles recht vermische, so istder kiquor zum fixiren fertig.

Das Gemählbt wird horizontal mit der Farben-Scite nach unten zu gelegt, und gut angespannt;dann taucht man einen weichen Mmiaturpinsel iuobige Mischung, und beftreicht die Hinterseite desPapiers damit, bis der Liquor auf der andern Sei-te durchdringt, und die Farben feucht und glänzend,wie gefirnißt erscheinen.

Der erste Auftrag dringt wegen der TrockenheitdeS Papiers und der absorbirenden Fatben schnelldurch; der zweyte wird leichter gegeben, aber beydegleichförmig damit keine Flecken entsteh». Hierauf wirddas Papier auf einen ebenen Tisch gelegt, die Mahrlcrei nach oben zu, und so laßt man sie im Schat-ten trocknen. Im Sommer geschieht dies binnenzwey Stunden; manche Farben werden jedoch nichtgleich durch diese erste Arbeit fipirt, und in dieirin

Ccc 4 Fall